CDU-Enger stellt sich den Herausforderungen von Corona, Homeschooling und Digitalisierung der Schule

07.06.2020
Bild:	Christiane Lang
Bild: Christiane Lang

Die Corona-Pandemie ist einer der stärksten Treiber der Digitalisierung im Bildungsbereich und gleichzeitig eine große Herausforderung gerade für die Kommunalpolitik.

Die Relevanz dieser Aussage zeigt sich insbesondere in dem gerade von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturprogramm, wo Investitionen u.a. in die Verbesserung der digitalen Bildung beschlossen wurden. Die CDU in Enger hat sich schon vor der Corona-Krise den Herausforderungen der Digitalisierung an Schulen gestellt und die Verwaltung regelmäßig zum Fortgang, der offenkundig sehr schleppend verlaufenden, Digitalisierung an den Engeraner Schulen befragt. Mehrfach wurden hierbei konstruktive Vorschläge zur Beschleunigung und zur Verbesserung des Mitteleinsatzes unterbreitet.

In der aktuellen Krise ist die CDU einen Schritt weiter gegangen und hat durch Erfahrungen mit eigenen Schulkindern, Gesprächen mit Lehrkräften, aber auch durch die intensive Berichterstattung über das Thema „Homeschooling“ einen Fünf-Punkte-Plan zur Verbesserung der schulischen Bildung in Corona Zeiten, aber auch für die Zeit danach erarbeitet.

Im Ausschuss für Schule Jugend und Sport der Stadt Enger wurde der Fünf-Punkte-Plan der CDU von den Fraktionen der unterschiedlichen Parteien diskutiert. Die CDU begrüßt ausdrücklich die im Eingangsstatement des Bürgermeisters angekündigte Beschaffung von 800 - 1.000 Tablets für die Schülerinnen und Schüler in der Stadt Enger. Die CDU möchte allerdings darüber hinaus gehen und schlägt vor für alle ca. 2.500 Schülerinnen und Schüler in der Stadt Enger digitale Endgeräte zu beschaffen und weiterhin am eingeschlagenen Konzept des Einbaus von WLAN-Infrastruktur in allen Schulgebäuden festzuhalten. „Um es konkret zu sagen, durch den Schritt umgehend alle Schülerinnen und Schüler mit Tablets auszustatten und gleichzeitig das WLAN auszubauen, schaffen wir die besten Voraussetzungen für das Homeschooling sowie für das Lernen in der Schule. Wir wären hierdurch als Kommune künftig bestens für weitere Corona-Lockerungen, aber auch für neue Verschärfungen der Maßnahmen aufgestellt.“, so Philip Kleineberg, Bürgermeisterkandidat der CDU.

 

Darüber hinaus stellt die CDU klar, dass durch die Beschaffung von Tablets für nur einen Teil der Schülerschaft festgelegt werden müsste, welche Schüler ein Gerät bekommen und welche Eltern Geräte kaufen müssten. Die Zuteilung soll nach Willen der Verwaltung, welcher insbesondere von der SPD-Fraktion unterstützt wird, durch die Lehrerinnen und Lehrer nach nicht konkret definierten oder von der Politik nicht näher genannten Kriterien erfolgen. Die CDU sieht hier einen klaren Verstoß gegen die Aufgabenteilung zwischen Schulträger und Schulen und das Risiko eines möglichen Verstoßes gegen Datenschutzbestimmungen durch die Offenlegung von Einkommensverhältnissen der Eltern. Die CDU ist sicher, dass diese Risiken mit der Beschaffung von Endgeräten für alle Schülerinnen und Schüler minimiert werden und ein wichtiger Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit geleistet werden kann.

Hierfür müssen alle Möglichkeiten der Förderung, insbesondere aus dem Sofort- und dem Konjunkturprogramm ausgeschöpft werden. „Es ist nicht fair und entspricht nicht den Werten der CDU, eine Grenze beim Einkommen der Eltern zu ziehen und ab einer gewissen Höhe die Anschaffungskosten von, ausschließlich für die Schule benötigten, teuren digitalen Endgeräten allein von den Eltern tragen zu lassen, während andere Schüler ein solches Gerät gestellt bekommen“, betont Kleineberg. Denkbar sei darüber hinaus eine „Pool-Lösung“, wonach die Schulen ein Kontingent an Geräten bekommen, welches dann zielgenau an die Schulklassen ausgegeben werden könne, welche es gerade benötigen.

„Wir sind sicher, dass durch die Bereitstellung von Tablets für alle Schülerinnen und Schüler kurzfristig eine belastbare Basis im Sinne des Digitalisierungskonzeptes der Engeraner Schulen geschaffen wird. Hiermit folgen wir ausdrücklich dem Wunsch der Pädagogenverbände und beschleunigen effektiv den bereits eingeschlagenen Weg zur Digitalisierung des Unterrichts“ betont Stephan Gräfe, stv. Mitglied im Schulausschuss. „In der aktuellen Situation muss allen Schülerinnen und Schülern ein Zugang zu Bildung ermöglicht werden. Wenn wir jetzt nicht handeln verpassen wieder eine Chance die Digitalisierung in unseren Schulen einen großen Schritt weiter zu bringen.“, ergänzt Kleineberg.