Absage an den Neubau der Grundschule Enger-Mitte

17.06.2020 | Westfalen-Blatt | Enger
Foto: Peter Monke
Foto: Peter Monke

Die Grundschule Enger-Mitte liegt zentral seit Jahrzehnten an diesem Ort, durch Einbeziehung des Lichtenstein-Platzes bietet sich ein absolut realistisches Potential für eine räumliche Weiterentwicklung.

Eine Machbarkeitsstudie für einen neuen Grundschulstandort braucht auch die CDU Enger nicht. „Jeder Planung über einen Neubau der Grundschule Enger-Mitte erteilen wir eine glasklare Absage“, betont der Bürgermeisterkandidat der CDU Enger, Philip Kleineberg, und fährt fort: „Wir halten am aktuellen Standort an der Poststraße fest. Die von der SPD lancierte Planung eines Neubaus kann ich nur als utopisches Prestigeprojekt bezeichnen.“

 

Eine behutsame Sanierung des Gebäudes, einhergehend mit einem Erweiterungsanbau, sei hier notwendig und vor allem kurzfristig möglich. Die Sanierung und Erweiterung sei sicherlich kostengünstiger als ein Neubau und kurz- bis mittelfristig finanziell darstellbar. Ein Neubau stelle aus Sicht der CDU dagegen ein „finanzielles Abenteuer“ mit vorgezeichnetem – nicht nur in finanzieller Hinsicht – vermutlich desaströsen Ausgang dar, das angesichts der drohenden weiteren Engpässe im Haushalt, nicht eingegangen werden dürfe. „Der Bürgermeister muss sich vielmehr fragen, weshalb an allen Schulen in Enger ein immer drängender werdender Sanierungsstau zutage tritt“, stellt Kleineberg fest. „Anstelle von Wahlkampfversprechen sollten diese abgearbeitet werden. Damit haben wir in den nächsten Jahren wirklich genug zu tun.“

Großes Vertrauen in die souveräne Umsetzung eines Neubau-Projektes durch den amtierenden Bürgermeister entwickle die CDU nicht. „Die Sanierung des Kunstrasenplatzes Enger-Mitte war schon ein langwieriger und zäher Kraftakt, was soll dann erst ein neuer Schulstandort mit allen Unwägbarkeiten werden?“, gibt Philip Kleineberg zu bedenken.

 

Das darüber hinaus von der SPD vorgebrachte Argument der Verbesserung der Verkehrssicherheit an der Ringstraße könne die CDU nicht gelten lassen. Eine Anbindung des projektierten Areals hinter dem Widukind-Gymnasium werde die Situation vermutlich sogar verschlimmern, da die bereits stark belasteten Ring-, Sattelmeier- und Tiefenbruchstraße dann noch stärker frequentiert würden, meint Philip Kleineberg. Die CDU sehe für das Gelände hinter dem Gymnasium eine andere Nutzung vor, hier soll eine Breitensportanlage entstehen.

 

„Für uns stellt sich darüber hinaus die Frage, ob ein Neubau in Enger nicht auch die Diskussion um die Schließung mindestens eines Schulstandortes in den Ortsteilen neu entfachen wird“, überlegt Kleineberg. Die CDU möchte alle vier Grundschulstandorte unbedingt erhalten.

 

Auf den neuen Bürgermeister warten wichtigere Aufgaben in und an den Schulen, aber auch an vielen anderen Stellen“, ziehen Stadtverband, Fraktion und Bürgermeisterkandidat der CDU in Enger ein gemeinsames Fazit.